Seit Inkrafttreten des RVG am 1. 7. 2004 sind nun fast vier Jahre
vergangen: Inzwischen liegt nicht nur eine große Anzahl von
Entscheidungen zu den in den Teilen 4, 5, 6 geregelten Verfahren und zu Teil 7
VV RVG
vor (vgl. dazu RVGreport 2008, 11; 2008, 44; 2008, 86),
auch zu § 14 RVG sind für das Straf- und Bußgeldverfahren
zahlreiche Entscheidungen ergangen. Die wesentlichen sollen in der
nachfolgenden Zusammenstellung vorgestellt werden. Diese gibt einen
Überblick über die Fundstellen der Entscheidungen, soweit sie
veröffentlicht sind, und die Kernaussagen/Leitsätze. Die
Übersicht hat den Stand von September 2008.
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Gebühr |
Gericht/Fundstelle |
Inhalt |
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Vorschuss (§ 9 RVG) |
BGH NJW 2004, 1043;
AG Chemnitz AGS 2005, 431 m. Anm. N.Schneider AGS 2006,
213;
AG Darmstadt AGS 2006, 212 = RVGreport 2007, 60 u. 2007, 220
= zfs 2006, 169;
AG Dieburg AGS 2004, 282;
AG München RVGreport 2005, 381 = RVGprofessionell 2005,
188 = AGS 2006, 213;
AG Stuttgart RVGreport 2008, 21 = AGS 2008, 78 |
Ansatz der Mittelgebühr grds.
gerechtfertigt bei Anforderung eines Vorschusses (§ 9 RVG)
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Begriff der Unbilligkeit |
KG StV 2006, 198 = AGS 2006, 278 = RVGreport 2007, 180;
OLG Hamm StraFo 2007, 218 = Rpfleger 2007, 426 =
JurBüro 2007, 309 = StV 2007, 476 (Ls.);
OLG Hamm, Beschl. v. 25.04.2007, 3 Ws 179/07,
www.burhoff.de;
OLG Jena AnwBl. 2008, 151 = RVGreport 2008, 56;
OLG Koblenz, Beschl. v. 10.09.2007 - 1 Ws 191/07,
www.burhoff.de;
OLG Köln AGS 2008, 32 = RVGprofessionell 2008, 12 =
RVGreport 2008, 55;
OLG Köln AGS 2008, 76;
LG Essen AGS 2008, 225 = StV 2008, 375;
LG Hamburg JurBüro 2008, 312 = AGS 2008, 343;
LG Saarbrücken AGS 2005, 245;
LG Zweibrücken JurBüro 2008, 311;
AG Bensheim NZV 2008, 108 |
unbillig im Sinne des § 14 Abs. 1 Satz 4 RVG ist
Gebührenbestimmung, wenn sie um 20% oder mehr von der
Gebühr abweicht, die sich unter Berücksichtigung aller in § 14
Abs. 1 Satz 1 RVG genannten Bemessungsgrundlagen ergibt |
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AG Koblenz JurBüro 2008, 312 |
eine einmal getroffene Gebührenbestimmung ist
bindend. |
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LG Zweibrücken, Beschl. v. 12. 2. 2008, Qs 68/07
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Korrektur der Gebührenbemessung eines
Rechtsanwalts nur dann als unbillig, wenn sie auch deutlich
unbillig hoch ist |
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Allgemeines |
KG StV 2006, 198 = AGS 2006, 278 = RVGreport 2007, 180;
OLG Hamm StraFo 2007, 218 = Rpfleger 2007, 426 =
JurBüro 2007, 309 = StV 2007, 476 (Ls.);
OLG Hamm, Beschl. v. 25.04.2007, 3 Ws 179/07,
www.burhoff.de;
OLG Köln AGS 2008, 32 = RVGprofessionell 2008, 12 =
RVGreport 2008, 55;
OLG Köln AGS 2008, 76;
AG Baden-Baden AGS 2006, 120 |
bei der Feststellung der angemessenen Gebühr nach
§ 14 Abs. 1 RVG ist eine Abwägung aller
Umstände, d. h. der gebührenerhöhenden und - mindernden
vorzunehmen; dabei ist jeweils von der Mittelgebühr auszugehen |
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KG StV 2006, 198 = AGS 2006, 278 = RVGreport 2007, 180
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entscheidendes Kriterium für den Umfang
der anwaltlichen Tätigkeit ist vor allem der zeitliche
Aufwand, den der Verteidiger auf die Führung des Mandats verwendet
hat, was vor allem bei der Terminsgebühr von Bedeutung ist |
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LG Bochum, Beschl. v. 10. 5. 2006, 10 Qs 8/06,
www.burhoff.de |
die Frage, ob Höchstgebühren angemessen
sind, ist eine Einzelfallentscheidung; der Höchstwert des Rahmens ist nur
bei überdurchschnittlichen Einkommens- und
Vermögensverhältnissen und einer besonderen Schwierigkeit der
anwaltlichen Tätigkeit anzusetzen, nicht schon dann, wenn die Sache zwar
eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung hat, rechtlich aber einfach gelagert
ist |
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LG Nürnberg-Fürth NZV 2008, 163 |
bei überdurchschnittlichem Umfang (500 Seiten
Verfahrensakte) und überdurchschnittlicher Bedeutung der Angelegenheit
(fahrlässige Tötung) für den Nebenklägervertreter die
Höchstgebühr |
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LG Osnabrück JurBüro 2008, 143 |
in Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren
grundsätzlich nur Anspruch auf Gebühren unterhalb der
Mittelgebühr |
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LG Koblenz JurBüro 2008, 144 |
Gebühr unterhalb der Mittelgebühr bei einem
einfachen Vorwurf der ungenügenden Ladungssicherung; Akte nur 43 Blatt,
Hauptverhandlung nur 30 Minuten |
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Bedeutung der Angelegenheit |
LG Essen AGS 2008, 225 = StV 2008, 375 |
nicht allein deshalb weit unterdurchschnittlich, weil nur
eine Verurteilung nach Jugendstrafrecht droht |
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AG Bensheim NZV 2008, 108 |
überdurchschnittlich bei einem Verfahren, in dem nach
einem Verkehrunfall eine Geldstrafe von mindestens 50 Tagessätzen und ein
Fahrverbot nach § 44 StGB drohte; außerdem Auswirkungen auf einen
Zivilrechtsstreit |
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AG Pforzheim RVGprofessionell 2008, 140 |
geringe Höhe der Geldbuße rechtfertigt nicht von
einer geringen Bedeutung auszugehen; abzustellen ist vielmehr auf drohende
Punkte im VZR, eine etwaige Vorbelastung, ein drohendes Fahrverbot bzw. eine
Entziehung der Fahrerlaubnis |
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Schwierigkeit der Angelegenheit |
AG Bensheim NZV 2008, 108 |
durchschnittlich (Angeklagte hat keine Angaben zur Sache
gemacht; Kontroverse in rechtlichen Fragen); Freispruchantrag der StA ohne
Bedeutung |
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Einkommensverhält- nisse |
LG Essen AGS 2008, 225 = StV 2008, 375 |
bei Jugendlichen sind bestehende Unterhaltsansprüche
gegm. §§ 1601, 1610 BGb zu berücksichtigen |
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AG Bensheim NZV 2008, 108 |
900 unterdurchschnittlich |
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Vermögensverhältnisse |
LG Essen AGS 2008, 225 = StV 2008, 375 |
bei einem Kind ohne Vermögen ist auf das Vermögen
der Eltern abzustellen |
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Grundgebühr |
LG Dresden, Beschl. v. 9. 8. 2006, 4 Qs 20/06,
www.burhoff.de |
zur Zuerkennung der Wahlanwaltshöchstgebühr
bei Einstellung des Verfahrens aufgrund einer umfangreichen Schutzschrift des
Verteidigers |
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LG Karlsruhe, Beschl. v. 02. 11. 2005, 2 Qs 26/05 |
bei der Bemessung der Grundgebühr sind
Vergleichsmaßstab sämtliche Strafverfahren. |
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LG Osnabrück JurBüro 2008, 143 |
bei Geschwindigkeitsüberschreitung mit Geldbuße
50 , kein Fahrverbot, geringer Aktenumfang Grundgebühr von 50
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Verfahrensgebühr |
KG StV 2006, 198 = AGS 2006, 278 = RVGreport 2007, 180
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schwerhörigkeitsbedingte
Verständigungsschwierigkeiten mit dem Mandanten können bei der
für die Bestimmung der Verfahrensgebühren vorzunehmenden Bewertung
des Schwierigkeitsgrads der anwaltlichen Tätigkeit erheblich ins Gewicht
fallen |
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OLG Hamm StraFo 2007, 218 = Rpfleger 2007, 426 =
JurBüro 2007, 309 = StV 2007, 476 (Ls.); |
bei der Bemessung der Verfahrensgebühr Nr.
6100 VV RVG ist die Teilnahme des Beistands an dem Termin beim Amtsgericht
zur Verkündung des Auslieferungshaftbefehls zu berücksichtigen
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LG Dresden, Beschl. v. 9. 8. 2006, 4 Qs 20/06,
www.burhoff.de |
zur Zuerkennung der Wahlanwaltshöchstgebühr
bei Einstellung des Verfahrens aufgrund einer umfangreichen Schutzschrift des
Verteidigers |
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LG Karlsruhe, Beschl. v. 02. 11. 2005, 2 Qs 26/05 |
bei der Bemessung der Verfahrensgebühr für das
vorbereitende Verfahren sind Vergleichsmaßstab
sämtliche Strafverfahren. |
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AG Lüdinghausen RVGreport 2006, 183 |
die Ordnung des Gerichts, bei dem das
gerichtliche Verfahren anhängig, ist bei der Bemessung der gerichtlichen
Verfahrensgebühr nicht zu berücksichtigen |
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AG Sinzig JurBüro 2008, 249 |
Erhöhung der Mittelgebühr um 15%, wenn der
Rechtsanwalt in einem Verfahren über die Beschwerde gegen die
Zurückweisung eines Wiedereinsetzungsantrags ab; allerdings Erhöhung
der Mittelgebühr |
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Terminsgebühr |
KG StV 2006, 198 = AGS 2006, 278 = RVGreport 2007, 180;
OLG Köln AGS 2008, 32 = RVGprofessionell 2008, 12 =
RVGreport 2008, 55;
LG Bochum, Beschl. v. 10. 5. 2006, 10 Qs 8/06,
www.burhoff.de |
die Zeitstufen, die bezüglich des
Pflichtverteidigers festgelegt sind, geben Hilfestellung bei der Bemessung der
Terminsgebühr für die Einordnung im Gebührenrahmen |
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OLG Jena StV 2006, 204 = RVGreport 2006, 423 = JurBüro
2005, 470;
s. aber OLG Jena, RVGreport 2008, 56;
OLG Hamm AGS 2006, 498 = JurBüro 2006, 591 [für
Abfassung eines Beweisantrages];
OLG Oldenburg JurBüro 2007, 528;
LG Hamburg JurBüro 2008, 312 = AGS 2008, 343;
a.A. AG Koblenz RVGprofessionell 2008, 124 = AGS 2008, 346 =
VRR 2008, 319. |
die Terminsgebühr aber auch sonstige mit dem
jeweiligen Termin in Zusammenhang stehende
Tätigkeiten, wie z.B. die konkrete Vorbereitung dieses Termins
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KG StV 2006, 198 = AGS 2006, 278 = RVGreport 2007, 180;
AG Anklam, Beschl. v. 2. 2. 2006, 62 Ds 513 Js 957/05
(378/05), www.burhoff.de |
zum zu berücksichtigenden Zeitaufwand zählen nicht
nur die Zeiten, die der Verteidiger faktisch an bzw. in der Sache gearbeitet
hat, sondern auch der nutzlos erbrachte Aufwand, wie z.B.
Wartezeiten. |
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OLG Jena RVGreport 2008, 56 |
Dauer eines Hauptverhandlungstermins ist nicht
das alleinige Kriterium für die Bemessung der Terminsgebühr,
namentlich dann, wenn die weiteren Bemessungskriterien nach § 14 Abs. 1
Satz 1 RVG überdurchschnittlich sind und der Rechtsanwalt auch bei
Fortsetzungsterminen einen überdurchschnittlichen Vorbereitungsaufwand auf
die Hauptverhandlung hatte, welcher durch die Verfahrensgebühr für
das Hauptverfahren nicht allein abgegolten werden kann, fällt die
Kürze der Hauptverhandlung weniger schwerwiegend ins Gewicht. |
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LG Hamburg JurBüro 2008, 312 = AGS 2008, 343; |
eine Berufungshauptverhandlung mit einer Dauer von 35
Minuten ist nicht unterdruchschnittlich, da auch die vorbereitende
Tätigkeit zu berücksichtigen ist |
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LG Koblenz JurBüro 2006, 364 |
in einer einfach gelagerten Strafsache rechtfertigt eine
Hauptverhandlungsdauer von 20 Minuten beim AG nicht den Ansatz der
Mittelgebühr |
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LG Magdeburg JurBüro 2008, 85 |
für eine Hauptverhandlung beim Strafrichter, die
bis zu einer Stunde dauert, ist die Mittelgebühr durchschnittlich
gerechtfertigt |
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LG Rottweil AGS 2007, 505 |
für eine von 8.40 Uhr bis 19.55 Uhr dauernde
Hauptverhandlung beim AG (Schöffengericht) ist die Höchstgebühr
festzusetzen |
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LG Bochum, Beschl. v. 10. 5. 2006, 10 Qs 8/06,
www.burhoff.de |
die Dauer der Hauptverhandlung mit 4:20
Stunden bzw. 4:25 Stunden rechtfertigt nicht die
Höchstgebühr |
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AG Anklam, Beschl. v. 2. 2. 2006, 62 Ds 513 Js 957/05
(378/05), www.burhoff.de |
in einer Strafrichtersache ist bei einer Terminsdauer von
rund 40 Minuten die Mittelgebühr angemessen |
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AG Koblenz AGS 2007, 191 |
in einer einfach gelagerten Strafsache rechtfertigt eine
Hauptverhandlungsdauer von 10 Minuten beim AG nicht den Ansatz der
Mittelgebühr |
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AG Koblenz AGS 2004, 484 m. Anm. N.Schneider |
für eine Hauptverhandlungsgebühr kommt es nur auf
den Umfang der Hauptverhandlung selbst an, nicht auch auf den Umfang des
übrigen Verfahrens; für eine 30-minütige Hauptverhandlung
ist eine Terminsgebühr von 180,00 angemessen |
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AG Koblenz RVGprofessionell 2008, 124 = AGS 2008, 346 = VRR
2008, 319 |
Hauptverhandlung von nur zwei Minuten
Dauer rechtfertigt den Ansatz einer Gebühr von 215 nicht, sondern
es sind nur 90 angemessen |
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AG Baden-Baden AGS 2006, 120 |
für eine 25-minütige Hauptverhandlung, in
der keine Beweisaufnahme stattgefunden hat, sondern lediglich der Angeklagte
gehört wurde, sind 180 als Terminsgebühr i. ausreichend und
angemessen. |
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AG Baden-Baden AGS 2006, 120 |
für eine 35-minütige Verhandlung mit kurzer
Beweisaufnahme, Erörterung und Antragstellung ist Mittelgebühr i. H.
v. 230,00 angemessen |
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AG Bensheim NZV 2008, 108 |
Hauptverhandlungsdauer von einer Stunde beim
Amtsrichter keinesfalls unterdurchschnittlich; Wartezeiten sind zu
berücksichtigen, |
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AG Lüdinghausen RVGreport 2006, 183 |
bei einer normalen Strafsache ist von der
Mittelgebühr auszugehen, wobei z.B. das intensive Bemühen
um eine Absprache, die zu einer Abkürzung der Hauptverhandlung
geführt hat, berücksichtigt wird. |